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Roots Reggae

Roots Reggae

Roots Reggae bezeichnet eine ursprüngliche Form des Reggae und somit auch der Rastafari Anhängerschaft. Im Allgemeinen Verständnis ist hierbei von einer sinnbildlich, althergebrachten Anschauung dieser Subkultur die Rede. Reggea ist Lebensart, Philosophie, Ausdrucksform und musikalische Kultur zugleich.

Seinen Ursprung fand der Roots Reggae aus den frühen Anfängen der so genannten Rocksteady Epoche. Vergleicht man moderne und ältere Formen des Reggea miteinander, fällt schnell eine Differenzierung der Geschwindigkeit der Musik und Sprache auf. So waren klassische Musikelemente und Sprechgesänge langsamer, als es bei aktuellen Veröffentlichungen der Fall ist. Ebenfalls stark verändert haben sich die Effekte, welche den Roots Reggae vormals ausmachten. So wird heute längst nicht mehr mit althergebrachten Elementen, wie etwa dem Delay oder Phaser gearbeitet. In Anlehnung an die Weiterentwicklung einer modernen Kultur ist auch der Roots Reggae durch seine Anhänger und Prägungen aus anderen Kulturen, Subkulturen und deren Musikrichtungen weiter entwickelt worden. Einschlägig sind jedoch nach wie vor inhaltliche Preisungen des Herrn und Gesänge über die Befreiung aus Armut und Unterdrückung durch die Obrigkeit.

Politische Überzeugung wird vor allem in den Ländern Afrikas und Südamerikas durch diese Musik- und Kulturrichtung verbreitet. Das wohl legendärste, dem klassischen Roots Raggea Stil zuzuschreibende Langspielalbum ist Catch a Fire von Bob Marley. Dem wohl bekanntesten Musiker und Mitbegründer einer ganzen Kulturbewegung. Zu weltweitem Ruhm bringt es jedoch zunächst in der Mitte der 70er Jahre der Musiker Eric Clapton mit einer Version des kannten Hits von Bob Marley, I shot the Sheriff. Somit verbreitete sich die heute als Roots Reggea Kultur auch in Europa zunehmend und Bob Marleys Musik wird auch hierzulande immer populärer. Den Höhepunkt des Beginns des internationalen Reggeas könnte man dementsprechend in die zweite Hälfte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts interpretieren. Weiter getragen wurde der klassische Sound unter anderen auch von Künstlern wie Max Romeo und Peter Tosh, welche beide ein entsprechendes Album im Jahre 1976 veröffentlichten.

Das Ende, beziehungsweise der Anfang der Weiterentwicklung der Roots Reggea Kultur lässt sich zu Beginn bis Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts festlegen. Nach dem Tod von Bob Marley entwickelte sich zunehmend auch die Musik- und Aufnahmetechnik immer weiter, so dass modernere Verfahren den ursprünglichen Sound durch moderne Abmischtechniken verdrängte.