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Reggae, Ragga, Roots...

Sunshine Reggae - Beachparty - Pop nonstop

Sunshine Reggae

Sunshine Reggae ist nichts für Puristen. Der Name steht für Easy Listening. Diese Musikrichtung ist Wohlklang pur. Damit fehlt ihr die existenzielle Haltung, der spirituelle Kick, die zivilisationskritische Attitüde und die musikalische Substanz, die Reggae-Musik – und hier besonders Roots Reggae – sonst auszeichnet.

Sunshine Reggae erzeugt eine leichtfüßige, barfüßige Stimmung, es ist der Sound eines endlosen Sommers mit weißem Sandstrand, Kokospalmen, die sanft im Wind fächern, und dem soften Wellenschlag des türkisfarbenen Meeres. Oder anders gesagt: diese Musik ist Beachparty-Pop für den Baggersee gleich um die Ecke.

Sunshine Reggae ist eine Melange aus Reggae, Calypso, Mambo, Smooth Jazz, Funk, Synthiepop und weiteren Zutaten. Dynamische Tracks gehen als Tanzmusik in die Beine, mehr kontemplativ angelegte Songs plätschern als ideale Hintergrundmusik wellenförmig ins Ohr.
Typischen Sunshine Reggae produziert das dänische Pop-Duo Tim Stahl und John Guldberg unter dem Namen Laid Back. Mit ihrem Hit „Sunshine Reggae“ hielten sich Laid Back 1983 immerhin sechs Wochen lang an der Spitze der deutschen Charts. Knapp zehn Jahre zuvor hatten Typically Tropical mit „Barbados“ weltweit einen Nummer-Eins-Hit gelandet. Den cleveren musikalischen Ohrwurm um Captain Tobias Wilcox und seine Coconut Airline hatten sich die beiden britischen Toningenieure Jeffery Clavert und Max West ausgedacht. „Barbados“ klang irgendwie nach Reggae, war aber gar keiner.

Aus Schweden stammt die Band Lovestoned („Rising Girl“), die Kritiker eine Mischung aus Abba und Bob Marley nannten. Berlin ist die Heimat der sieben erfolgreichen Reggae-Popper der Gruppe Culcha Candela.

Sunshine Reggae bedient die Welt der Werbejingles und des schönen Scheins. Perfekt geschah dies in einem TV-Werbespot für eine Rummarke. Der dafür produzierte Song „Summer Dreamin (Bacardi Feeling)“ in der Interpretation der US-Amerikanerin Kate Yanai gilt bis heute als eine der wirkungsvollsten Songs in der Branche.
Einer der Vorreiter des „Blueeyed Reggae“ war in den 70-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Eddy Grant („Electric Avenue“). Unter dem Verdacht, in allzu seichte musikalische Fahrwasser abgedriftet zu sein, stand zeitweise die Formation UB 40 aus dem englischen Birmingham. „Zuckerguss-Exotismus“ lautete der Vorwurf.